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Domotex 2008 - EUCA Award

Uwe Manzke - EUCA-Award 2008 - verliehen

Der diesjährige Preisträger Uwe Manzke, wurde während der Domotex Hannover 2008 für sein Lebenswerk geehrt.

Ehrlich gerührt und sichtlich stolz zeigte sich Uwe Manzke, als er auf der DOMOTEX HANNOVER 2008 mit dem diesjährigen EUCA-Award ausgezeichnet wurde. Es war das zweite Mal, dass der 1. Vorsitzende der EUCA-European Carpet-Importers Association, Dr. Ali Ipektchi aus Hamburg, diesen Preis vergeben konnte, mit dem Persönlichkeiten, Unternehmen oder Organisationen für besondere Verdienste um die Teppich-Branche geehrt werden. 2007 erhielt Volker Heinrich, Hamburger Orientteppich-Importeur und Vorreiter in der Initiative Care & Fair im Kampf gegen die Kinderarbeit in der Teppichfertigung, auf der Internationalen Fachmesse für Teppiche und Bodenbeläge diese Auszeichnung.


Uwe Manzke gilt als „Urgestein“ in der Branche der textilen Bodenbeläge und handgefertigten abgepassten Teppiche. 1950 begann der gebürtige Hamburger, wie Dr. Ipektchi in seiner Laudatio bei der Preisverleihung am zweiten Messetag ausführte, eine Lehre in einem damals großen und namhaften Teppich-Einzelhandelsunternehmen in Hamburg. Weitere Stationen seiner Laufbahn, die ihn bald in verantwortungsreiche Positionen brachte, waren führende Bodenbelags - Industriefirmen und Einzelhandelfachgeschäfte an verschiedensten Standorten in Deutschland, bis er sich in den 70er Jahren auf eigene Beine stellte.

Es folgte die Gründung eines eigenen Teppich-Importunternehmens, in dem sich Uwe Manzke vor allem dem handgefertigten nordafrikanischen Teppich aus Marokko widmete, für den er bei seiner Einführung in der europäischen Markt echte Pionierarbeit leistete. Später kamen mit dem modischen Wandel in der Nachfrage auch indische und besonders nepalesische Teppiche in seine Angebotspalette. Dabei verkaufte Manzke nie einfach nur Teppiche, sondern stellte immer eine Verkaufsidee oder ein Marketingkonzept in den Vordergrund. Als noch kaum jemand von Seminaren sprach, veranstaltete er schon rund um den Teppich Schulungen für Führungskräfte und kümmerte sich um den Nachwuchs im Verkauf.

Diese Marketingarbeit, die auch heute noch in seiner Hamburger Beratungsfirma Mantex den Mittelpunkt seines Schaffens bildet, prädestinierte Uwe Manzke auch besonders, seit 1988 aktiv an der Gründung der Internationalen Fachmesse DOMOTEX in Hannover mitzuarbeiten, die durch die Ausgliederung der Teppich- und Bodenbelagssparte aus der Fachmesse Heimtextil in Frankfurt zum eigenständigen Event avancierte. Manzke war von der ersten Stunde an Mitglied des Gründungsausschusses der jungen DOMOTEX. Er schlug die notwendigen Brücken zwischen den potenziellen Ausstellern aus der Bodenbelagsindustrie und aus dem Lager der Anbieter von handgefertigten Teppichen. Er vermittelte zwischen den deutschen und belgischen Interessen.

Seit der Gründung der DOMOTEX ist Uwe Manzke permanent im Messebeirat aktiv und fand darüber hinaus Zeit, zunächst die Nachwuchsförderung auf dieser Veranstaltung zu organisieren sowie später mit dem Business Training auch Führungskräfte und Verkaufspersonal zu motivieren. Er rief die Task Force ins Leben, die die Interessen der Besucher verstärkt in das Messegeschehen einbeziehen soll. Daneben engagierte sich Manzke als Vorsitzender des BVOI - Bundesverband der Orientteppich-Importeure, der Vorgängerorganisation der EUCA, für die vielfältigen Belange der Unternehmer in der Branche der handgeknüpften und handgewebten Teppiche. Seit acht Jahren wurde er außerdem als Mitherausgeber der in einem Hamburger Verlag erscheinenden Teppich-Fachzeitschrift "Heimtex-Orient", heute "carpet XL", aktiv. Dieses tief gefächerte Engagement, mit dem Uwe Manzke ständig gegen die Verkrustung von Strukturen in der Teppich-Branche ankämpfte, war nach Worten des EUCA - Vorsitzenden für die internationale achtköpfige Jury ein maßgeblicher Grund dafür, dem Marketingspezialisten in diesem Jahr diesen „Teppich-Oscar“ zuzusprechen.

Das breite Spektrum der beruflichen Einsätze erforderte von Uwe Manzke ein hohes Maß an Einsatzwillen, den er auch bei seinen sportlichen Aktivitäten immer wieder unter Beweis stellte. Im Sport, dem er sich intensiv und erfolgreich als Boxer, Tennisspieler, Jogger oder in letzten Jahren vermehrt als Angler widmete, fand er neben seinem ausgefüllten Familienleben den notwendigen Ausgleich zum beruflichen Alltag, den er nie als stressig, sondern immer als Herausforderung verstand. Deshalb denkt er auch heute mit 58 Berufsjahren noch nicht ans Aufhören. Uwe Manzke bei der Preisverleihung auf der DOMOTEX: „Es gibt noch so viel zu tun. Ich werde weiter dabei sein und helfen, einige der zahlreichen noch zu lösenden Aufgaben zu bewältigen.“